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Sonntag, 19. August 2018

In Beziehung sein




Ich sehe mich und fühle mich

Ich hör mir zu und analysiere mich.


Ich lobe mich und ich ärgere mich.
Ich hinterfrage mich und ich zensiere nicht. 
Ich bin in Beziehung mit mir selbst. 
Ich liebe mich und verkörpere mich.
Ich suche mich und finde mich.
Ich tue viel und ich tue nichts. 
Ich übergebe mich mir selbst.


In Beziehung sein, heißt das Innere in mir zu erkennen. 
In Beziehung sein, heißt auch sich ganz und gar zu akzeptieren. 
Auch die unschönen Dinge.
Auch die Wut. 
Auch die Tränen. 
Auch die Launen.
Auch den Schmerz
Auch die Erinnerungen.
Auch die Erlebnisse.
Auch die Wunden.
Auch die Narben.
Auch die Entbehrungen.
Auch die Erwartungen.
Auch die Abschiede.
Auch die neuen Begegnungen.
Auch die Trauer.
Auch das Glück.
Auch die Zufriedenheit.
Auch die Unzufriedenheit.
Auch die Selbstlügen.
Auch die Offenbarungen.

In Beziehung sein bedeutet du bist dein eigener Schatz, den nur du finden konntest. 
Du bist deine eigene Welt mit ihren Tiefen und Untiefen.
Ihren Oberflächlichkeiten.
Ihrem Mut.
Ihrer Offenheit.
Ihrer Distanz. 
Ihrer Waghalsigkeit.
Ihrer Geborgenheit.
Ihrer Angst.
Ihrer Dramatik.

Ihrer Feigheit.
Ihrer Zier.
Ihrer Würde.


In Beziehung sein bedeutet, dass man sich selbst ernst nimmt.
Und dem Gefühl in sich
einen Platz gibt. 


In Beziehung sein heißt: Man ist sich (ge)Wahr.


Bild: Kolibri selbst gemalt.


Montag, 13. August 2018

Herzensmenschen

Ich sitze hier und mir gehen ganz viele Erinnerungen durch den Kopf, ausgelöst durch eine kurze Whats app Nachricht, mit der ich wirklich nicht mehr gerechnet habe.

Es gab eine Zeit da war ich mit einem Mädchen befreundet, sehr innig, sie war wie eine große Tochter für mich und wir waren ihre Insel, ihr Zuhause, ihr Rückzugsort.
Sie war aussergewöhnlich anders, sie lebte ein Leben außerhalb der Norm.
Es fällt mir schwer die richtigen Worte zu finden, die sie beschreiben. Sie kam ganz ohne Geld aus, denn sie arbeitete hauptsächlich Ehrenamtlich oder lebte von Spenden. Zuletzt hatte sie noch nicht einmal eine eigene Wohnung. Lebte bei Freunden.

Ich habe vor ihr noch nie einen solchen Menschen kennen gelernt und nach ihr auch nicht. Als wir von Südhessen wegzogen, zog sie sich gänzlich zurück. Damals verstand ich ihr Verhalten nicht, ich dachte, wir können doch trotzdem ihre Insel sein, trotzdem Familie für sie bleiben.
Ich war sehr traurig, denn sie war für mich wie eine große Tochter, hätte ich sie adoptieren können, ich hätte es getan.
Sie kam aus einer "gutbürgerlichen" Familie, beide Eltern waren Lehrer. Ihr Bruder studierte Musik und sie war das schwarze Schaf.
Ich kannte ihre Mutter und wir mochten uns.

Heute bekam ich - nach zwei Jahren Pause - eine Nachricht von ihr.

Sie nennt mich Dscho, so erkannte ich wer mir die Nachricht geschickt hat.
Nur wenige Worte und doch:

So viel Sehnsucht in den Worten, so viel Liebe und so viel Leid.

Ich musste erst mal Weinen, weil mir nicht klar war, dass sie immer noch so fühlt. Nach zwei Jahren hatte ich mich verändert, ich hätte sie niemals vergessen, aber ich halte Gefühle nicht fest.  Ich habe mich damit abgefunden keinen Kontakt mehr zu haben. Manchmal sprechen wir noch über sie, meist in Bezug wenn es darum geht, dass irgendwer behauptet es wäre nicht möglich ohne Geld zu leben.

Dann sehe ich diese mittlerweile junge Frau vor meinem inneren Auge. Der aussergewöhnlichste Mensch den ich kenne.

Als ich die Nachricht las brachen meine Gefühle für sie wieder auf und ich fühlte erstmal nur Schmerz, Trauer, ein Gefühl von Verlassenwerden und dann Liebe.
Ich habe nicht gewusst, dass ich sie noch liebte, nach all der Zeit.

Sie war kein Kuschelmensch und doch war sie die einzige die außer Britta, neben mir im Bett liegen konnte. Eines Tages tat sie es einfach, ich war krank, sie legte sich neben mich und erzählte wie ein Wasserfall. Eine Grenze kannte sie nicht, sie war Grenzenlos in ihrer Art, zu leben, zu lieben.

Sie lebte Vegan und ich dachte ihre Distanz liegt  daran, dass ich nicht mehr Vegan lebe. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, warum sie sich distanziert hat. Ich hatte Erklärungen, doch die sind jetzt alle unwichtig.

Jetzt weiß ich, es liegt wirklich nur daran, dass sie nicht damit zurecht kam, dass wir so weit weg leben - für sie war es als seien wir ans andere Ende der Welt gezogen.

Am liebsten würde ich jetzt nach Frankfurt fahren und sie einfach einpacken, in Decken hüllen und mitnehmen...
Wir hätten das auch vor zwei Jahren getan, wir haben es ihr angeboten, aber sie hat abgelehnt. Sie wollte nicht weg aus Frankfurt.
Und wir konnten nicht bleiben.

Unsere Geschichte ist keine Geschichte einer normalen Freundschaft, oder einer normalen Liebe, oder einer normalen Trennung.
Eigentlich ist es eine Geschichte einer Familie, zwei Frauen mit einer älteren und einer jüngeren Tochter.
Ich habe es einmal erwähnt, dass sie für mich wie eine Tochter ist. Sie hat gelacht, "darüber mache sie sich keine Gedanken, sie liebt uns einfach". Über Adoption haben wir  nie gesprochen, es hätte auch keinen Sinn gemacht, ihre Eltern waren wohlhabend, wenn sie sterben erbt sie wenigstens soviel um den Rest ihres Lebens ausgesorgt zu sein.
Aber auch darüber macht sie sich Null Gedanken, Geld war ihr egal, Konventionen waren ihr egal. Sie war ein kleiner Punk mit zerrissenen Klamotten und langen blonden Haaren.

So einfach lebte sie ihre Gefühle aus und so einfach trauerte sie.

Wie nun unsere Geschichte weiter geht - ich weiß es nicht, ich glaube nicht, dass sie sich in ein geliehenes Auto setzt um zu uns zu fahren.
Ich habe ihr geschrieben, ganz viel durcheinander über das was wir vorhaben, wo wir gerade stehen und das wir auf sie warten.

Sie hat jetzt noch 8 Jahre Zeit. Solange werden wir hier in Deutschland bleiben.
8 Jahre um zu uns zu kommen und vielleicht alles zu verändern.

Ich habe gemerkt meine Tür war nie zu, sie war nur angelehnt.

--- etwas später

Sie kommt! Meine große Tochter kommt nach hause. Wir haben geschrieben, geweint, geschrieben.
Sie kommt am 22 August.

Es ist verrückt, ich habe auch ein wenig Angst, keine Bedenken, nur ein wenig Angst vor dieser Begegnung. Werden wir uns noch genauso lieb haben wie früher, oder ist dieser Kontakt nur ein Echo basierend aus einer Erinnerung.

Auf jeden Fall geht es mir gut mit der Entscheidung das sie nach hause kommt und ja so empfinde ich es auch: Nach Hause.

Ich freue mich sehr, ich weine immer noch... es ist gerade sehr viel Gefühl, sehr viel Emotionen auf allen Seiten. Sie kommt nicht alleine, sie bringt ihre Hunde mit, das kann gewaltig in die Hose gehen, oder gut gehen, keine Ahnung wir werden sehen.

Verrückt noch vor kurzem hatte ich diese Sehnsucht in mir nach einem Kind. Ich habe es so tief empfunden und ich habe mit Britta darüber gesprochen. Ich war bereit für eine ältere Tochter. An Sie wollte ich nicht denken, konnte ich auch nicht denken.
Das meine Gedanken flügel haben konnte ich nicht wissen, wie auch.

Sie ist nicht auf Facebook und konnte mein Gesuch nicht lesen. Es war wie ein Wink vom Schicksal.
Und nun ist sie wieder da in meinem Leben.

Typisch von Null auf 100...
So ist sie und so sind wir...

Ich werde berichten, wie das anfing und weiter geht mit unserer WG.
Jetzt muss sie erst mal kommen und dann sehen wir weiter.

Das wichtigste ist, wir sind alle bereit für diesen Schritt... und alles andere

Später.



Dienstag, 17. Juli 2018

Ungewissheit




"Mich inspiriert Ungewissheit".

Den Satz habe ich gerade gehört und da wurde mir schlagartig klar - Mich auch, total.
Es gibt nichts spannenderes als nichts zu wissen und es nach und nach selbst zu erfahren. Auch wenn es wehtut. Auch wenn es schön ist.

Ich konnte noch nie so recht verstehen, warum Menschen ihre Träume nicht ausleben. Wenn ich wirklich einen Traum habe, wenn ich etwas wirklich will, dann erlebe ich es auch.
So war das schon immer. Deshalb hab ich meine Bücher geschrieben, oder angefangen zu malen. Oder bin in ein Gartenhaus gezogen - ein echtes Tinyhaus mit 8 qm Wohnfläche. Deshalb lebe ich hier in der Nähe vom Meer. Mich fasziniert das andersartige, das Aussergewöhnliche, die Klippe in der Dunkelheit, Sumpf, Moor, Seen, Meere, Bäche, Wasserfälle. Alles was nicht einsehbar ist, das Geheimnisvolle, das Rätselhafte, das Universum.

Ich glaube das liegt an meiner Kindheit. Ich habe die meiste Zeit mit Träumen verbracht und als Kind habe ich mir geschworen, wenn ich die Scheiße überlebe kann ich alles überleben.

Als ich das erste mal mit meiner Schwester abgehauen bin, hatten wir nur Tüten dabei. In zwei der Tüten waren besondere Sachen, unser Spielzeug, Teddys. Ein paar Bücher, einen Tannenzapfen, ein stück Holz.
Unsere Geheimnisse, unsere Wünsche.
Als wir während es regnete eine lange Landstraße entlang liefen, ohne zu wissen wohin sie führt, wollte meine Schwester wieder umkehren. Sie hatte Hunger und war Müde, sie hatte Angst, sie weinte und flehte mich an zurück zu gehen. Aber ich wollte auf keinen Fall zurück. Ich sagte damals sehr hart zu ihr: "Dreh um und geh zurück, ich gehe weiter, mit dir oder ohne dich".
Und dann ging ich weiter.
Und meine Schwester lief mir weinend, resignierend hinterher.

Und während ich so ging, fühlte ich diese unendliche Ruhe in mir. Jeder Schritt ein Schritt in eine Unsicherheit, ins Ungewisse. Aber ich fühlte mich so wohl wie noch nie zuvor. Ich hatte mit jedem Schritt den ich ging, das Gefühl immer stärker zu werden, immer klarer.
Und irgendwann war ich fast beschwingt, während meine Schwester vor sich hinweinte , fing ich an mitten im Regen einen Schritt nach dem anderen zu hüpfen. Ich fühlte mich unendlich frei.

Ich war auch totmüde, ich war hungrig. Wir liefen Stundenlang, um  punkt Mitternacht sind wir abgehauen und so allmählich kam die Sonne hervor. Endlich nahmen uns Autos mit. Das Gefühl blieb. Es blieb auch dann Teil meiner Erinnerung als wir gefasst wurden.

Ich habe dieses Gefühl nie verloren. Ich habe es mir immer wieder geholt. In Situationen als die Welt um mich herum versank in Angst und Schrecken. Als ich hungerte. Als ich drogen nahm. Als Freunde von mir starben. Als ich alleine war.
Während meiner ersten Ehe, während der Trennung. Als ich mich von meiner ersten Freundin trennte und als ich meine Frau kennen lernte und feststellte sie lebt all das was ich nicht bin und ich bin all das was sie nicht kannte.

In all den Jahren war dieses Gefühl in mir - während ich diese verregnete Landstraße entlang lief in eine absolute Ungewissheit. Vollkommen alleine mit meiner Schwester, ohne zu wissen wohin.

Ungewissheit ist mein persönlicher Anker. Ich weiß irgendwas wird kommen und es wird mir neue Erkenntnisse bringen, mich neu formatieren. Ich werde daraus lernen und erfahren und es wird mich tragen.

Vielleicht war ich deshalb nie beständig. Ich hatte nie eine festen Stil, ich häutete mich in bunt oder grau und wieder zurück. Ich war wie ein Chamäleon ich musste alles ausprobieren,  alles hinterfragen,.
Mittlerweile bin ich ruhiger und gesättelter, was sicher an meinem Alter und meiner lädierten Körperlichkeit liegt.
Aber mein Geist ist immer noch auf dem Weg durch den Regen.

Mittlerweile weiß ich, ich werde nie irgendwo ankommen, wo ich für immer bleiben will. Die Welt ist groß und der Weg ist lang.

Eines Tages wird mein Körper sich verabschieden. Vielleicht sitzen wir dann Nachts gemeinsam an einem Fluß, Hand in Hand und ich schlafe an der Schulter meiner Frau für immer ein.

Das ist ein schöner Gedanke.
Auch was danach passieren könnte. Sie legt mich unter einem Busch ab und deckt mich mit Blättern und wildwachsenden Blüten und Vogelfedern zu und dann setzt sie sich ins Auto und fährt der aufgehenden Sonne entgegen.

In meinen Träumen spielt dann Klaviermusik auf, die Kamera zieht weg, so das unser Auto immer kleiner wird, eine endlos lange Straße wird sichtbar und dann wird "fini" eingeblendet. Fertig - das Leben von Jo ist beendet.

Ich träume nie davon das ich meine Frau auf diese Art verabschiede. Das werde ich nicht, nicht so...
das weiß ich.

Für den Fall heb ich mir eine andere Filmsequenz auf.

Für den Fall gibt es keine Ungewissheit... ich weiß was ich dann tue.

Euch einen schönen Abend noch und ich hoffe es wird bald regnen...


Herzlichst die Jo

PS: als ich meiner Frau meinen Text vorlas, schimpfte sie wie ein Rohrspatz und meinte: "Na super, du kannst mich mal!" :D Ich liebe diesen wundervollen Menschen! 

Samstag, 14. Juli 2018

Die Tür zur anderen Seite





Wir leben in Räumen, voller instrumentalisierender Gegenstände. Wir haben uns daran gewöhnt, und mit ihnen den Gegenständen zu entwickeln. Wir tragen sie bei uns, wir hauchen ihnen Leben ein. Wir geben den Materiellen mehr Aufmerksamkeit als dem Immateriellen, dem wirklichen Leben.
Wir leben in diesen Räumen die wir uns selbst geschaffen haben und der Blick nach Draußen durch das Fenster, ist die Welt der Anderen, der Fremden.

Die Realität wird eingesperrt und festgekettet in genau diesen Räume mit ihren Erinnerungen, ihren Gedanken, ihren Empfindungen.

Dabei ignorieren wir die Türen, durch die wir hindurch gehen können. Wenn wir einmal den Mut besessen haben die Türen zu öffnen, hindurchzublicken, erkennen wir die Weite, die Freiheit, die Endlosigkeit. Unser Blick wird dann von nichts aufgehalten werden, keine Mauer, keine Zäune.

Und doch werden wir die Türen wieder schließen, weil wir Angst haben, Angst vor dem Ungewissen, Angst vor den Monstern die uns erscheinen mögen, die dort hausen tief in unserem Gedanken. Wir haben von ihnen gelesen, wir haben sie sogar selbst gesehen, sie erlebt, wir haben ihre Haut berührt und uns von ihnen berühren lassen. In den Räumen die wir uns geschaffen haben, sind diese Monster nicht zuhause. Dort draußen jedoch, hinter den Türen, in dieser Weite, in dieser Ferne, dort könnten sie lauern und auf uns warten.

Und deshalb ist die Tür gefährlich.

Wir geben also den Monstern aus unserer Phantasie, aus unserer Vergangenheit mehr Macht, als dem Wissen um die Freiheit, dem Wissen um die Weite ohne Mauern, Grenzen und Zäune.

Weil wir die Monster kennen.

Aber das Freie, das hinter der Tür zur anderen Seite liegt, das kennen wir nicht.
Wir haben uns mit schönen Dingen bestückt, Haarreifen aus puren Gold, Ringe die voller Edelsteine sind, und Puppen in seidenen Gewändern. Sie liegen in Schachteln und sitzen auf Sofas. Die wir mit Samt bezogen haben.
Dort hocken wir dann zwischen all dem Tand und trinken aus feinsten Porzellan unseren Morgentee.
Wir glauben wirklich, dass es ausreicht wenn die Sonne durch unsere Fenster scheint und der Mond die Räume in silbernes Licht taucht, wir glauben das die Geborgenheit dieser Zimmer uns die Geborgenheit im Inneren gibt, in der wir leben bis zu unserem Lebensende.

Wir glauben das die Welt dort draußen nicht unsere Welt ist, wir damit absolut nichts zu tun haben. Denn wir haben unsere eigene Welt geschaffen.

Aber dem ist nicht so.
Denn die Tür existiert, genau wie das Fenster, das uns Blicke ermöglicht.

Wir glauben wirklich wir hätten mit jedem Blick aus dem Fenster und der Tür die Möglichkeit zu Urteilen, zu Werten, weil wir denken,  dass uns nur dieser eine Blick die absolute Klarheit beschert. Aber der Tag vergeht und ein neuer Tag kommt, und der Blick nach Außen wird dunkel und hell, aber er verändert sich nur langsam, weil es immer der gleiche Blick ist. Denn unser Haus steht fest und auch der Raum ist nicht bewegbar. Nur wir haben die Möglichkeit unseren Horizont zu verändern, indem wir nach Draußen gehen. Mitfühlen, Mitriechen, Mitsein.

Aber solange wir den Monstern in unseren Gedanken und Erinnerungen mehr Macht geben als der Seele die frei sein will, wird die Freiheit eingeschränkt sein, durch ein kleines Fenster nach Draußen.

Ich möchte Neugierig auf Mehr sein und diese Neugierde bewahren, denn sie hat mehr Wert als all meine Heiligtümer. Ich möchte Fenster und Türen weit öffnen und hinaustreten in die Unsicherheit und mit nackten Füßen den Boden erkunden. Und Pflanzen berühren von denen ich dachte sie seien Giftig. Ich will den Monstern erneut begegnen und an ihnen vorbei laufen, lachend und sie hinter mir lassen für immer.

Ich will rennen und stolpern und wieder aufstehen. Die Freiheit genießen, und auch den Schmerz und die Angst. Denn all das ist da um gelebt zu werden. Ich möchte mich umdrehen und meinem Haus mit den sicheren Räumen und Mauern und Zäunen einen letzten Blick zuwerfen. Mich erinnern und es dann Vergangenheit sein lassen. .

Und weiter gehen, weiter gehen. Weiter gehen in eine Ungewissheit. Mit der Neugierde eines Kindes möchte ich das Leben erkunden, mit einer Lupe und einem Wasserglas.

Und wenn ich nicht mehr Barfuß laufen kann, dann möchte ich um die Schuhe anderer bitten, auf das ich ihre Schritte fühlen darf.

Und erst dann wenn ich genug gewandert bin, in den Schuhen dieser Fremden, erst dann kann ich werten und urteilen.

Erst dann bin ich wirklich frei.



Foto: Meine Tochter vor ihrem Zimmerfenster.





Donnerstag, 12. Juli 2018

Meine Sonne, mein Meer...


Wieder eine Momentaufnahme.
Ich sitze auf dem Deich, mit Blick auf das Meer, das so Endlos erscheint. Ich höre über mir die Möwen und wenn ich tief einatme, schmecke ich das Salz auf auf meiner Zunge.
Jedesmal geht es mir so, wenn die Tiefe meines Selbst das Meer berührt.

Ich fühle diese unglaubliche Leidenschaft, das Aufbäumen des Wassers, die Wellen, die Gischt und doch ist in mir diese Ruhe. Ich fühle und meine Gedanken schweigen.

Das Meer ist für mich der Ort der mich zu mir selbst bringt. Ich habe darin meinen eigenen Spiegel gefunden, meine eigene sichtbare Tiefe. Der Salzgeschmack ist wie die Liebkosung meiner Geliebten im wilden Liebesspiel.
Das Meer lässt mich flüssig werden in mir selbst, wie Blei das geschmolzen ist und dann irgendwann wieder erhärtet. So empfinde ich es. Es ist pure Energie, es flutet mich.

Wenn ich hier sitze, habe ich zwei Frauen an meiner Seite, das Meer ist für mich absolut Weiblich, es ist sinnlich, es ist wildzärtlich. Sanft und voller Wut, Aggression, die Zicke die gerade ihren Eisprung hat, das Meer es gebärt sich immer wieder selbst. Und meine Frau, die wie ich aufs Meer blickt und ihre eigenen Gedanken und Gefühle hat. Manchmal begegnen sich unsere Blicke, diese Tiefe der Sonne spiegelt sich darin. Und sie berührt mich auf einer Ebene die tief in mir ruht.

Die schönsten Momente hatte ich im untergehenden Sonnenlicht. Ich fühle dann die beruhigende Müdigkeit. Der Tag kann vorher noch so heiß gewesen sein, wenn die Sonne untergeht fröstelt es mich leicht, ich ziehe die Jacke enger um meinen Körper, schmiege mich sanft hinein, schützend, während sich das Meer von Blau zu einem sanften Rosè in ein tiefes Orange verwandelt, bis es fast golden wirkt. Und die Sonne nach und nach hinter der Endlichkeit meines Blickes verschwindet.
Dieses Schauspielt raubt mir immer wieder die Sinne. Es ist so unglaublich faszinierend, die Sonne verschwinden zu sehen. Erst dann wird so richtig bewusst wie rund unsere Erde ist und das am Ende meines Blickfeldes der große Bogen ist und ich weiß, die gleiche Sonne geht jetzt irgendwo auf.


Ein ewiger Kreislauf, sie ist immer da, aber nicht immer sichtbar. Stattdessen erscheinen nach und nach Sterne und in der Ferne taucht wie aus Zauberhand der Mond auf und erleuchtet das Meer in ein Silberlicht.

Ich kann nicht mit Worten beschreiben wie sehr ich das Liebe. Meist werde ich ganz sanft in mir, unendlich ruhig, während mein Atem mich Atemlos macht und wenn ich meine Frau berühre möchte ich oft mehr, uns einsam, alleine am Strand. Ich würde ihr jedes Kleidungsstück vom Körper reißen und mit ihr nackt im Mondlicht tanzen, unsere Beine würden im Wasser versinken und von der Gischt der aufkommenden Wellen umspielt werden. Wir würden uns lieben und lieben und lieben...


Zügellos.
Ich möchte Zügellos sein und die Härchen auf meiner Haut stellen sich hoch und der Wind lässt sie tanzen.
Ich schließe die Augen und schmiege mich noch mehr meinen Felsenmenschen neben mir, sie gibt mir Wärme, legt beide Arme um mich, hält mich, berührt mich mit ihrer Stärke und ihrer Schwäche. Sie ist meine Sonne auf der anderen Seite der Welt. Und wir atmen gemeinsam Atemlos in die aufkommende Nacht.

Und während die Nacht dunkler wird, sitzen zwei ältere Frauen auf dem Deich in Gedanken versunken mit einem Lächeln im Gesicht...


Für meine Frau

In Liebe...

Bösegut

 Auch wenn sich unser Kontakt gravierend verändert hat, finde ich dieses Video weiterhin sehenswert, aus dem Grund bleibt es in meinem Block.

Ich will hier gar nicht so viel Schreiben, sondern ein Video von Miss Meta teilen, ...

Wir sind die Böseguten 









Dienstag, 15. Mai 2018

Gedanken zu Religionen (2)

Dieser Blogeintrag wurde bereits auf Jobrisha veröffentlicht, aber weil ich mit diesem Thema immer noch und immer wieder konfrontiert werde und ich es am liebsten an jede Wand mit Großbuchstaben schreiben möchte hier mal und noch mal... und ein drittes mal:

Wir schreiben das Jahr 2017 nach Christus, 2530 nach Buddha, 1396 nach Mohammed, 5778 vor Christus (jüdisch), 1938 nach dem indischen (gregorianischen) Nationalkalender.

Wir haben es in all der (unterschiedlichen religiösen) Zeit nicht geschafft Politik und Religion zu trennen, obwohl es ersichtlich ist, dass genau in der Vermischung zwischen Phantasie und Realität das große Problem der Fairen Handlungsfähigkeit liegt, die unsere Welt letztendlich zerstören wird.

Unsere Moral wird an Büchern gemessen die zu einer Zeitrechnung geschrieben wurden, die weit hinter unserem Verständnis von Entwicklung liegt. Alles was der Großteil der Menschheit über diese Zeit vermutet, entnimmt er einem Märchen über Götter und Propheten. Und dieses Märchen wird immer noch politisch dafür genutzt um ein Volk zu führen.
Wir reden von Christlichen, Islamischen, Buddhistischen, Hinduistischen und Jüdischen Werten und meinen in Wahrheit - Werte aus einer Zeit die nicht die unsere ist und nie war (ich spreche hier ganz bewusst die großen Weltreligionen an, die sehr großen Einfluss auf unser Weltgeschehen haben).

Nationalbewusstsein, Politik, Gesellschaft, Moral, Frieden und Gewalt werden durch diese Weltreligionen beeinflusst. Die Politik bemächtigt sich dieser Religion um den Menschen in seinem Moralverständnis einzuschränken, sie gibt also Werte vor, die weit unter dem Niveau und dem Wissen der heutigen Zeit stehen und die letztendlich eine Art Rahmen um die Handlungsfähigkeit aber auch die Denkfähigkeit des Menschen setzen. Das der Mensch dadurch unfrei in seiner Handlung, seinem Denken und Fühlen wird, ist beabsichtigt.

Ich bin der Meinung das Politik und Religion getrennt betrachtet werden sollten und müssen. Das würde vieles in unserer Welt vereinfachen.

Wenn man statt von Religiösen Werten von "allgemein gültigen Gesellschaftlichen Werten" spricht bezieht man die Entwicklung der Gesellschaften mitein, jede Gesellschaft will Frieden für das Volk, unabhängig wo das Volk auf dieser Welt zu finden ist. Eine allgemein gültige Gesellschaftliche Ordnung kann diesen Frieden aufgrund objektiven Betrachtungen leichter umsetzen, als auf Grund der Religiösen Werte des jeweiligen Landes.

Statt sich auf Traditionelle Werte aus einer Zeit zu beziehen, die nicht mehr existiert, könnte man die gegenwärtige Sozialstruktur innerhalb der Gesellschaft betrachten und näher darauf eingehen, ohne das Religion den Blick vernebelt oder einschränkt.

Ein friedliches Miteinander ist viel einfacher zu gestalten, wenn es keine machthungrigen Götter oder Propheten, gibt, die sich in das Leben der Menschen einmischen. Ein Miteinander ist nur dann Möglich, wenn statt einer Religion der Frieden im Vordergrund steht.

Philosophen und Wissenschaftler beschäftigen sich schon lange mit der Frage ob religiöse Einflüsse ganz aus der Politik zu entfernen sind. Die meisten sind der Meinung, dass eine Politik nicht auf Religion verzichten kann. Man geht davon aus, das man einem Volk Rahmen vorgeben muss, da sonst ein Miteinander nicht funktioniert und Religion gibt moralische Werte vor, die diesen Rahmen in seinen Grundfesten stärkt.
Ich habe einen sehr interessanten Artikel in der Zeit gelesen, der Artikel ist schon älter, aber er verdeutlicht letztendlich genau in welchem Dilemma zum Beispiel unsere Politik steckt, wenn es um die Frage nach der Trennung von Religion und Politik geht.

http://www.zeit.de/2012/49/Streitgespraech-Religion-Vizepraesident-Bundestag-Wolfgang-Thierse

Ich denke das Wolfgang Thierse hier die Meinung vieler Politiker wieder gibt, er geht davon aus, "dass Religionslosigkeit gefährlich sein kann und das die freiheitliche Gesellschaft fundamental darauf angewiesen ist, dass es in ihr verbindende Normen, gemeinsame Maßstäbe und eine Vorstellung von Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Toleranz gibt. Doch das diese Gemeinsamkeiten nicht von alleine entstehen können, sondern von Weltanschauungsgemeinschaften wie den Religionen traditionell lebendig erhalten werden.
Gleichzeitig sagt er jedoch das der Staat säkular sei".

Was sich für mich wie ein Widerspruch liest.

Er sagt also folgendes: Der Staat ist Säkular (Neutral, Weltlich), der Bürger sollte es jedoch nicht sein. Er sagt auch: er könne das Christliche vom Politischen nicht trennen. Da er als Politiker den Staat jedoch repräsentiert, kann der Staat somit nicht säkular sein, sondern beinhaltet christliche Werte.
Diesen Wiederspruch an sich erkennt er jedoch nicht, auch dann nicht, als der Reporter ihn darauf aufmerksam macht.

Ich finde diesen Artikel bezeichnend für die Problematik die hinter meiner Vorderung liegt, man möge Politik von Religion trennen.

Wenn ein Politiker so dermaßen voll ist mit christlichen Moral Vorstellungen und Werten und den Atheismus geradezu als Gefährlich betrachtet scheint ein Trennen so gut wie unmöglich.

Daher sage ich ganz klar, wir brauchen mehr Säkulare Politiker um wirklich ein friedvolles Miteinander zu gewährleisten.
Wir brauchen mehr ethische Werte damit das was IST im Vordergrund steht und nicht das was irgendwann von irgendwem in Bücher verfasst wurde, die dann zigmal umgeschrieben wurden und die so dermaßen fern unserer Realität sind, dass sie nahezu in jede x-beliebige Richtung interpretiert werden können.

Unsere Welt sollte seine Werte und Moralvorstellungen aus einem gerechten Topf schöpfen, der nicht durch Religionen getrennt oder vereinnahmt wird. Wir brauchen mehr Zusammenhalt und klare Linien.

Ja wir brauchen ethische Werte und keine Religion, gar keine... kein Gott, keine Götter, keine Propheten, keine Götter Sohne. Kein Spur von, noch nicht mal einen Gedankenstrich.

NICHTS als die absolute Realität.

Gedanken zu - Religionen (1)

Das ist nicht mein erster und auch nicht mein einziger Blog. Außer diesem hier gibt es noch meinen Blog zum Thema Buddhismus. Wer also Interesse an meiner Interpretation zum Buddhismus hat, kann sich dort gerne umsehen.

Nun aber allgemein zum Thema Religion.
1.

Aus meinem Tagebuch in Facebook übernommen und vervollständigt.


Als Kind glaubt man so an ziemlich alles. Ich glaub ich war nie ein Kind.
Bereits mit 5 hab ich den Glauben in Frage gestellt.
"Wenn es gott gibt warum... ", damit fingen meine unzählige Fragen an.
Später dann habe ich diese Fragen mit ganzen Passagen aus der Bibel verfeinert. Vorzugsweise aus dem alten Testament, denn das war die erste Bibelform die ich las. Später hab ich auch mal ins neue Testament geblickt, aber hauptsächlich weil ich bestimmte Texte gesucht habe, z.B. das Thomas Evangelium das ich nicht darin fand.

Etwas das mir wohl bereits als Säugling Teil meines Blutes war, ist das kritische Betrachten von Dingen, die nicht mit den Sinnen zu erklären sind. Wenn ich etwas nicht fühlen, riechen, schmecken, hören und ertasten kann, glaub ich erst mal nicht daran das es existiert und durch meine Gabe kann ich einiges ertasten und fühlen. Ich gebe also vielem eine Chance. Gott gehörte nicht dazu.

Etwa im Alter von 12 habe ich mich sehr intensiv für Religionen interessiert. Im Alter von 14 gab es dann den ersten heftigen Streit mit unserem Orts Pfarrer, der nicht verstehen konnte, dass ich mich als einzige Jugendliche im Ort weigerte mich konfirmieren zu lassen. Meine Geschwister waren nicht getauft, ich wurde mit 3 getauft, Oma hat mir erzählt ich fand es zum Kotzen. Sie hätte das lassen sollen, ich habe nämlich einfach vergessen, dass ich evangelisch war. Und mich erst wieder erinnert, als ich irgendwann auf meinem Gehaltsnachweis blickte und darin die Kirchensteuer sah...

Seit meiner Kindheit interessiere ich mich für dieses Mysterium Gott und Glauben. Ich finde es spannend das Menschen sich so sehr einem Wesen anvertrauen, das nur in deren Phantasie existiert.
Ich glaube nicht an dieses Mysterium.

Ich glaube an Energie, ich glaube an das Zusammenspiel der Gezeiten. Ich glaube an unser Universum. An das Sonnensystem. Ich glaube auch an die Logik von Buddhas Schriften (wenn man sich wirklich damit intensiv beschäftigt, vor allem mit dem bedingtem Entstehen, wird so einiges Logisch erklärt). Ich glaube an Intuition.
Ich glaube an viel - bzw. ich glaube an das was ich selbst überprüft habe. Oft irre ich mich auch, weil sich Dinge verändern. Das was ich heute überprüft habe, kann morgen schon weiterentwickelt sein und meine Überprüfung ist dementsprechend veraltet.
Das Leben spielt sein eigenes Spiel.
Das "Werden und Entwickeln und Vergehen" heißt.

Ich glaube daran, dass wir alle für unser eigenes Leben verantwortlich sind und nicht irgendein Wesen das von oben auf uns herab schaut und die Dinge regelt, sei es nun das es regnet oder schneit oder dass unsere Krankheit geheilt wird.
Manchmal wird alles gut und manchmal eben auch nicht. Manchmal haben wir Glück und manchmal sind wir im Arsch. So ist das eben mit dem Leben.

Ich glaube auch daran, dass es ein Schwarmverhalten unter uns Menschen gibt. Das zeigt zum Beispiel die Rechtsextreme Politik in unterschiedlichen Ländern.

Ich glaube letztendlich auch an Führung, nur führe ich mich selbst. Ich bin die Jenige die sich mit Kraft aus der Scheiße zieht. Ich bin die Jenige die denkt und fühlt und Zusammenhänge feststellt. Ich glaube an mein Gefühl, an Empathie, ich glaube an meinen Verstand.

Aber ich glaube auch das ich irren kann, das ich falsch liege. Das ich nicht perfekt bin. Ich glaube nicht an das Non Plus Ultra. Ich glaube daran, dass wir alle unterschiedliche Sichten auf ein und das Selbe haben und das ein und das Selbe dann für jeden anders aussieht und wirkt.
Ich glaube daran, dass jeder Zufrieden sein kann, wenn er das will. Ich glaube an die Psyche die uns Trugbilder vermittelt und daran, das es ein Unterbewusstsein gibt.

Ich glaube daran das es Menschen gibt die total verkorkst sind, aber ich glaube auch daran, dass es Menschen gibt die hell erstrahlen, weil sie liebenswertes tun.

Ich glaube das ich kein guter Menschenkenner bin, aber ich glaube das ich mich gut in der Psyche von Menschen auskenne. Ich glaube das ich denke ich bin ein Misanthrop aber in Wahrheit bin ich es nicht. In Wahrheit mag ich Menschen und tue so als würden sie mir alle auf den Geist gehen.

Ich glaube an meine eigene Trauer und meine eigene Verzweiflung. Ich glaube aber auch gleichzeitig das es immer einen Ausweg gibt.

Mein Glaube ist groß, aber woran ich wirklich nicht glaube ist jemand der meine Fäden zieht. Aber ich glaube das andere sich gerne in die Hände anderer begeben um nicht die eigenen Fäden ziehen zu müssen.

Ich glaube daran das die meisten Menschen ziellos sind, sich aber in der Vorstellung eigener Ziele total verstricken. Ich glaube das die meisten Menschen dumm sind und das diese Dummheit nichts damit zu tun hat, dass sie keine gute Schule besucht haben oder eine tolle Ausbildung gemacht haben oder verdammt viel Geld verdienen. Ich glaube diese Dummheit ist ein Resultat ihres Glaubens an Gott.

Dabei ist es egal an welchen Gott sie glauben.

Ja und ich glaube das ich da anders bin.
Nicht an Gott zu glauben macht mich anders. Unverbindlicher, ungreifbarer und gleichzeitig offensichtlicher.
Denn ich glaube daran, dass egal was ich tue, ich es tue weil ich es will und nicht weil etwas höheres mich geführt hat.

Ich schöpfe meine Kraft und Energie aus mir selbst.

Aus Sicht der Gläubigen, bin ich wohl mein eigener Gott, denn ich glaube an mich selbst.